Die ACOM schreibt Geschichte – seit über 100 Jahren!
Geschichte
der ACOM
1913
GRÜNDUNG IM MUSIKALISCHEN AUFBRUCH
1913, das Jahr des legendären „Skandalkonzertes“ im Wiener Musikverein sowie der Eröffnung des Wiener Konzerthauses, ist auch das Gründungsjahr der heutigen ACOM – Austrian Composers Association. Am 14. Juni 1913 wurde der Österreichische Komponisten-Club gegründet. Der Wunsch nach regelmäßigem künstlerischem Austausch und der Verfolgung gemeinsamer beruflicher Ziele führte prominente Komponisten und AKM-Funktionäre wie Eduard Kremser und Carl Michael Ziehrer zusammen. Die enge Zusammenarbeit mit der AKM besteht bis heute.
1916
UMBENENNUNG
1916 erfolgte die Umbenennung in Österreichischer Komponistenbund, unter diesem Namen bestand der Verein bis 2020.
1938
AUFLÖSUNG DURCH DAS NS-REGIME
Die ACOM ist die erste und älteste Interessenvertretung für Komponist:innen in Österreich. Sie bestand jedoch nicht durchgehend. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde der Verein 1938 aufgelöst. Zahlreiche Mitglieder wurden vertrieben und kamen durch Verfolgung oder durch die Kriegsereignisse ums Leben.
1947
NEUBEGINN NACH DEM KRIEG
Mit der Neugründung im Jahr 1947 wurde die ACOM wieder zur zentralen Standes- und Interessenvertretung für Komponist:innen in Österreich. Der Verein knüpfte an seine Vorkriegstradition an und setzte seine Arbeit im Zeichen des Wiederaufbaus und der kollektiven Interessenvertretung fort.
1913-2000
STILISTISCHE AUSRICHTUNG IM LAUFE DER GESCHICHTE
Die Gründungsmitglieder komponierten vor allem Unterhaltungs-, Operetten- und Tanzmusik. Später etablierte sich im Verein eine Trennung in Ernste (E-)Musik und Unterhaltungs- (U-)Musik, die über viele Jahrzehnte bestand. Ab den 2000er-Jahren verlor diese Zuordnung zunehmend an Bedeutung. Die Trennung wurde aufgehoben. Heute sind die unterschiedlichen Stilrichtungen im Verein in Fachgruppen organisiert, die sich im Arbeitskreis austauschen.
2006
INTERNATIONALE VERNETZUNG
Neben den zahlreichen nationalen Aufgaben gewann durch die Globalisierung auch die internationale Zusammenarbeit an Bedeutung. 2006 wurde unter federführender Mitwirkung der ACOM in Wien der Grundstein für die European Composer and Songwriter Alliance (ECSA) gelegt. Die ECSA vereint heute mit Sitz in Brüssel mehr als 50 Komponist:innenverbände aus ganz Europa.
2020
NEUER NAME, INTERNATIONALES PROFIL
Im Jahr 2020 erfolgte die Umbenennung in Austrian Composers Association. Mit dem neuen Namen wurde der internationale Anspruch der Vereinigung sichtbar gemacht, ohne die historische Kontinuität und die gewachsene Identität des Vereins aufzugeben. Das Akronym ACOM, das sich in der Kommunikation durchgesetzt hatte, wurde 2025 dem Vereinsnamen offiziell vorangestellt.
2026
ZUKUNFT GESTALTEN
Die internationale Rolle der ACOM wird weiter ausgebaut. Zum 20. Gründungsjubiläum der ECSA ist die ACOM Gastgeberin der zweitägigen Konferenz der europäischen Musikurheber:innen in Wien und richtet erstmals die Verleihung der europäischen Filmmusikpreise „Camille Awards“ aus. Damit setzt der Verein ein starkes Zeichen für Vernetzung, Austausch und für die internationale Bedeutung des Musikstandorts Österreich.
Geschichte nachlesen
Die Vereinsgeschichte der ACOM wurde von Musikwissenschafter und ACOM-Ehrenmitglied Hartmut Krones dokumentiert und ist im Buch „100 Jahre Österreichischer Komponistenbund 1913-2013“ (Verlag Praesens, 2013) nachzulesen.
Mitglieder und Funktionäre im Laufe der Geschichte
Mehrere tausend österreichische Komponist:innen aller musikalischen Genres durfte die ACOM im Laufe der Jahrzehnte zu ihren Mitgliedern zählen. Eine Vielzahl brachte und bringt sich ehrenamtlich ein, um gemeinsam etwas für die österreichischen Musikurheber:innen zu bewegen.
Präsidenten ab 1947
- Joseph Marx (1947-1964)
- Robert Schollum (1964-1969)
- Kurt Rapf (1969-1983)
- Robert Schollum (1983-1984)
- Rainer Bischof (1984-1986)
- Thomas Christian David (1986-1988)
- Gerhard Track (1988-1992)
- Heinrich Gattermeyer (1992-2001)
- Dieter Kaufmann (2001-2004)
- Klaus Ager (2004-2014)
- Alexander Kukelka (2014-2020)
- Johannes Kretz (2020)
- Harald Hanisch (2020-2023)
- Peter Legat (seit 2023)
Ehrenmitglieder
- Walter Arlen
- Ludwig Babinski
- Theodor Berger
- Cesar Bresgen
- Francis Burt
- Friedrich Cerha
- Nico Dostal
- Helmut Eder
- Paul-Walter Fürst
- Gottfried von Einem
- Ivan Eröd
- Heinrich Gattermeyer
- Karl Grell
- Eugene Hartzell
- Joseph Horovitz
- Roman Haubenstock-Ramati
- Lothar Knessl
- Ernst Krenek
- Gert Last
- György Ligeti
- Joseph Marx
- Kurt Rapf
- Marcel Rubin
- Robert Schollum
- Heinrich Strecker
- Robert Stolz
- Jenö Takács
- Alfred Uhl
- Egon Wellesz
Prominente Mitglieder
- Hans Erich Apostel
- Alban Berg
- Udo Jürgen Bockelmann
- Cesar Bresgen
- Ludwig Gruber
- Wilhelm August Jurek
- Wilhelm Kienzl
- Georg Franz Kreisler
- Eduard Kremser
- Hans Lang
- Franz Lehár
- Joseph Marx
- Norbert Pawlicki
- Heinz Sandauer
- Max Schönherr
- Egon Wellesz
- Carl Michael Ziehrer
- u.v.a.