Was wir tun

Als Standesvertretung

Unsere Philosophie

Die Menschen, die dieser Vereinigung österreichischer Komponistinnen und Komponisten angehören, teilen ihre gegenseitige Wertschätzung, unabhängig davon, welchem musikalischen Stilfeld sie sich zugehörig fühlen, und respektieren ihre künstlerischen Individualitäten. Jedes Mitglied zeigt sich den künstlerischen Werken anderer gegenüber anerkennend. Zudem unterstützt jedes Mitglied das Bestreben, aus diesen Werken Wertschöpfung zu generieren. Es wird weiters verstanden, dass aufgrund der unterschiedlichen Stilfelder auch nur unterschiedlicher materieller Wert generiert werden kann, was jedoch keinerlei Qualitätskriterium bezüglich des künstlerischen Schaffens darstellt.
Weiters wird bei der Aufnahme von komponierenden Mitgliedern großer Wert auf die handwerkliche Professionalität des musikalischen Schaffens gelegt.
Die Mitglieder dieser Vereinigung versuchen sich aktiv einzubringen und unterlassen alles, was diesem Verein in jeglicher Art Schaden zufügen könnte. Das Engagement der Mitglieder verfolgt den Zweck, den Wert von kompositorischen Werken in ideeller, kultureller und wertschöpfender Hinsicht zu heben, Aufmerksamkeit für die kompositorischen Werke zu generieren sowie Nachwuchsförderung, Weiterbildung, Austausch und Vernetzung unter komponierenden Künstlerinnen und Künstlern zu forcieren.
Weiters sind die Mitglieder Befürwortende des europäischen Urheberrechts (authors‘ rights) und setzen sich für dessen Existenz, Erhalt und im besten Fall für dessen Erweiterung ein, um den Urheberinnen und Urhebern eine Basis für ihren Lebensunterhalt in Gegenwart und Zukunft zu ermöglichen.

Unsere Arbeitsbereiche

1

Information für Mitglieder

z.B. (Urheber)Recht, Verlagsverträge, Honorarrichtlinien für Auftragskompositionen
2

Standesvertretung in kulturellen und politischen Gremien

Forum Musik, Österreichischer Musikrat, Kunstförderungsbeirat u. a.
3

Vernetzung und Austausch (national und international)

z.B. mit Ensembles, Universitäten, Fördereinrichtungen, etc.
4

Öffentlichkeitsarbeit

Stärkung des aktuellen österreichischen Musikschaffens
5

Projektaktivitäten

Organisation und Durchführung von Konzerten, Kompositionswettbewerben, Infoveranstaltungen, Workshops u.a.

Unsere Geschichte

Unsere Geschichte begann im Jahre 1913, dem Jahr des legendären „Skandalkonzertes“ im Wiener Musikverein sowie der Eröffnung des Wiener Konzerthauses.


Es ist das Gründungsjahr der heutigen Austrian Composers Association –  Vereinigung österreichischer Komponistinnen und Komponisten. Aus dem Wunsch nach künstlerischem Gedankenaustausch sowie nach Verfolgung anderer als nur wirtschaftlicher Ziele heraus gründeten hohe Funktionäre der Verwertungsgesellschaft AKM, darunter „Hofballmusikdirektor“ Carl Michael Ziehrer, den „Österreichischen Komponisten-Club“. Kurz darauf kam es zur Umbenennung in „Österreichischer Komponistenbund“. Nach wechselhafter Geschichte und zeitweiliger Auflösung (1938, Wiedergründung erfolgte erst 1947) gliederte er sich in die beiden „Arbeitskreise“ E- und U-Musik, die viele Jahre existierten. Erst 2020 wurden die Arbeitskreise unter der Präsidentschaft von Harald Hanisch zusammengelegt, wodurch auch die unterschiedlichen Stilfelder wie Zeitgenössische E-Musik, Jazz, Volksmusik-Schlager, Pop-Rockmusik, Improvisationsmusik und Filmmusik gemeinsam diskutiert werden. Bei der engen Bindung zur AKM ist es bis heute geblieben.

Als erste und älteste Interessenvertretung österreichischer Komponistinnen und Komponisten bekam der Österreichische Komponistenbund (ÖKB) im Laufe der Jahrzehnte Gesellschaft durch andere KomponistInnenverbände. Die im Jahr 2020 in Austrian Composers Association umbenannte Vereinigung blieb jedoch bis heute die Standesvertretung der österreichischen Komponistinnen und Komponisten, kümmert sich also – einer Kammer ähnlich – vorzugsweise um die rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen der Musikschaffenden. Unter der Präsidentschaft des Komponisten Klaus Ager (2004-2014) wurde der ÖKB verstärkt auf Europa ausgerichtet und die internationalen Kontakte vor allem zu Schwestergesellschaften anderer Länder intensiviert. Der vom ÖKB veranstaltete Kongress „Komponieren im Europa des 21. Jahrhunderts“ (2006, Wien – Musikverein) führte zum „Letter of Intent“, einer Absichtserklärung zur Gründung eines europäischen Dachverbandes der nationalen KomponistInnenverbände – der European Composer and Songwriter Alliance (ECSA). Anlässlich des 100. Gründungstages des Österreichischen Komponistenbundes, der am 14. Juni 2013 gefeiert wurde, erschien im Verlag Praesens die von Hartmut Krones verfasste Vereinschronik „100 Jahre Österreichischer Komponistenbund 1913-2013“. Von 2014-2020 wurde der Österreichische Komponistenbund von Alexander Kukelka geleitet. Während des Beginns der Covid-19 Pandemie übernahm Johannes Kretz interimistisch die Präsidentschaft. Ab Juni 2020  stand der Songwriter und Musikproduzent Harald Hanisch der Austrian Composers Association als Präsident vor. Seit 13. November 2023 ist der Komponist und Gitarrist Peter Legat Präsident der Austrian Composers.